Fall Kachelmann: Sachvertständiger der Verteidigung wird abgelehnt
Im Fall Kachelmann hat das Gericht einen Sachverständigen der Verteidigung wegen Befangenheit abgelehnt. So sagten die Richter, dass Zweifel an der Unparteilichkeit des rechtsmedizinischen Gutachters bestünden. Für Jörg Kachelmann, der der Vergewaltigung bezichtigt wird, ist dies ein herber Rückschlag in seinem Prozess.
Der Sachverständige Brinkmann wird demnach nicht mehr im Kachelmann Prozess gehört, hat außerdem kein Fragerecht mehr und sein Gutachten ist darüber hinaus nicht mehr Teil des Verfahrens. Gericht und Staatsanwaltschaft stellten allerdings klar, dass man sich im Prozess Kachelmann jedoch weiter mit den inhaltlichen Positionen auseinandersetzen werde.
Nachdem bekannt wurde, das der Sachverständige im Prozess Kachelmann nicht zugelassen wird, hat die Verteidigung des Fernsehmoderators Jörg Kachelmann beantragt, die Hauptverhandlung zu unterbrechen. Am Montag wird das Gericht darüber entscheiden, ob dem Antrag stattgegeben wird oder nicht.
Brinkmann war für Jörg Kachelmann ein wichtiger Zeuge, denn dieser hatte noch vor Beginn des Verfahrens geschrieben, dass das mutmaßliche Opfer von Jörg Kachelmann sich seine Verletzungen selbst zugefügt haben könnte, um so eine Vergewaltigung durch Jörg Kachelmann vorzutäuschen. Als Beweise hatte er Fotos von Blutergüssen, welche auf dem Computer des mutmaßlichen Opfers gefunden wurden. Brinkmann konnte im Kachelmann Prozess sexuelle Praktiken sowie andere Ursachen für die Verletzungen der Frau ausschließen und hat sich auf die These der Selbstverletzungen beschränkt.
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